Was die Zukunft uns wohl bringt?
- Thema:
- Veröffentlichte Texte
- Erstellt am
- 01.01.2024
- Autor:
- Tatjana Carpino Satz
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Schauen Sie sich manchmal das Horoskop für das nächste Jahr an? Oder die Prognosen der Sonnenwinde für den Januar 2024? Oder beobachten Sie besorgt die Vulkane? Oder lesen Sie die düsteren Prophezeiungen von Nostradamus oder Baba Wanga?
Den Blick in die Zukunft zu richten ist nichts Neues. Dies wagten die Menschen schon in früheren Zeiten, auch in der Bibel. Einerseits waren da die Propheten, die das Volk Israel mit ihren Eingebungen von Gott begleiteten, warnten und berieten. Andererseits gab es Gelehrte, die den Himmel studierten, um aus den Sternen Botschaften über künftige Ereignisse herauszulesen. Wie jene Weisen aus dem Morgenland, die so zum Jesuskind in Bethlehem fanden und es beschenkten (Mat 2). Und dann gab es damals wie heute Scharlatane, die mit Ängsten und Hoffnungen der Menschen Profit schlugen und sie in Abhängigkeiten und Aberglauben festhielten.
Der Wunsch, die Zukunft wenigstens ansatzweise zu kennen, macht uns sehr menschlich und vorausschauend, denn: Wer weiss, was kommt, kann sich darauf vorbereiten. Und wer gerade schwierige Zeiten durchmacht, schöpft bei positiven Prognosen vielleicht wieder Hoffnung auf bessere Zeiten. Und das ist nachweislich sehr hilfreich, weil Hoffnung uns Kraft schenkt.
Viele der biblischen Prophezeiungen dienten dazu, Menschen zum Glauben an Gott hinzuführen. Das letzte Buch der Bibel ist das Buch der «Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen soll; und er hat sie gedeutet und sie durch seinen Engel gesandt zu seinem Knecht Johannes […]». Mit diesen Worten wird das Buch eingeleitet.
Es bezieht sich auf eine Zeit, die vor zwei Jahrtausenden ‘nahe’ war; aber einiges davon spielt sich in der Ewigkeit ab und kann daher heute noch bedeutsam sein. Dies erklärt, warum in diesem Buch immer wieder Sinn für die jeweilige Gegenwart oder die nahe Zukunft gesucht und manchmal auch gefunden wurde. Das Buch prophezeit, dass Gott am Ende das Böse vernichtet und eine neue Erde schafft.
Es ist für uns nicht einfach, im Leben überrascht zu werden, besonders dann nicht, wenn uns das Geschehen traurig macht. Jesus will uns helfen, die Tageslast zu tragen (Mat 11,28) und mit folgendem Zuspruch entspannter und mit weniger Sorgen Tag um Tag auf die Zukunft zuzugehen (Mat 6,33f): Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das [was ihr zum Leben braucht] alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen Gelassenheit im Vertrauen darauf, dass Sie von Gott behütet sind; lassen Sie sich von ihm leiten und wachsen Sie darin, anderen und sich mit noch mehr Freude, Wohlwollen, Dankbarkeit, Wahrheit und Frieden zu begegnen. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes neues Jahr!
Herzlich, Ihre Pfrn. Tatjana Carpino Satz
Dieser Artikel erschien für die Kirchgemeinde Thunstetten im "Chileblatt" Januar 2024. Links vom Text war ein schönes Foto usnerer Kirche im Schnee zu sehen.