Schon ist November...
- Thema:
- Veröffentlichte Texte
- Erstellt am
- 01.11.2020
- Autor:
- Tatjana Carpino Satz

Schon ist November...Nach oben ↑
… und die Nächte werden länger. Hatten Sie dieses Jahr auch das Gefühl, dass seit dem Frühling die hellen Monate nur so dahin-flogen? Oder schien Ihnen im Gegenteil, dass sich die Zeit endlos dehnte? 2020 ist ein ganz besonderes Jahr.
Der Herbst 2020 ist davon gezeichnet, dass Angebote anders oder ganz ausfallen, wegen Corona, und vieles auch nachgeholt werden kann, das ausfallen musste: Mit dem Reformationsgottesdienst beginnt der November planmässig; es folgt der verschobene ZischtigsClub vom März, der mit der Frage endet: „Stehen Glauben und Wissen in einem Widerspruch?“.
Die Jugendlichen vom Praktikum Weihnachtspäckli stellen wie jedes Jahr in der ersten Woche den neuen Stand auf, und freuen sich, wenn Sie ein Päckchen vorbeibringen. Dann folgt die Kirchgemeindeversammlung, nachdem jene vom Juni nicht stattfinden konnte. Auch der Basar fiel aus und dafür gibt es Verkaufsstände an zwei Sonntagen.
Das jährliche Helferessen muss in der üblichen Form hingegen ganz ausfallen, was uns sehr traurig macht, weil uns das Danken wichtig ist. Erfreulich ist dafür, dass die Konfirmationsfeier vom Mai in der Monatsmitte hoffentlich stattfinden wird, doch wieder mit Auflagen, die uns daran erinnern: Dieses Jahr ist ein spezielles Jahr.
Ganz hoffnungsvoll laufen im November die Vorbereitungen für die Weihnachtszeit an und für das nächste Jahr. Dabei lässt sich beo-bachten, wie dieses Jahr uns gelehrt hat, neu zu planen: Nämlich so, dass eine Veranstaltung auch im Falle einer Pandemie ganz oder wenigstens teilweise durchgeführt werden kann.
Wie schauen denn Sie auf dieses Jahr zurück? Was liessen Sie zurück? Was kam neu dazu? Was hat Sie dieses Jahr gelehrt?
"Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen; der Name des Herrn sei gelobt." (Hi 1,21)
Das sagt Hiob, der genau dies in seinem Leben erfahren hat: Wer treu auf Gott vertraut und ihm folgen will, mit seinem Weg des Lebendigen, des Friedens und der Liebe, der sieht: Am Ende bleibt das, was Gott uns geistlich gibt, Liebe und Frieden, und dies tröstet uns über alles hinweg, was wir verloren haben. Und dann loben wir vielleicht Gott auch so wie Hiob. Ich wünsche Ihnen Gottes Segen, Kraft, Trost und Freude!
Ihre Pfarrerin Tatjana Carpino Satz
Dieser Artikel erschien für die Kirchgemeinde Thunstetten im "Chileblatt" November 2020. (C) Foto: T. Carpino